| Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen |
| Autor |
Nachricht |
chako Administrator


Anmeldungsdatum: 10.11.2004 Beiträge: 208 Wohnort: Oberösterreich
|
Verfasst am: Mittwoch, 02. März, 2005 22:07 Titel: Gießen von Glücksbambus |
|
|
Zum Gießen von Glücksbambus (und wahrscheinlich auch anderen Pflanzen) wurde hier eigentlich auch noch nicht sehr viel gepostet. Wenn der Glücksbambus "nur" im Wasser steht, hat sich das Thema zwar ohnehin erledigt (einfach immer nur schauen, dass der Lucky in einigen cm H2O steht ), wenn man seine Glücksbambusse aber in Erde oder Ähnlichem hält (so wie ich), ist das sehr wohl ein großes Thema, dem auch irgendwann eine Rubrik in „Alles über dem Glücksbambus“ gewidmet werden sollte.
Ich möchte Euch bitten, uns dabei ein wenig zu unterstützen und Eure Erfahrungen zum Thema Gießen, hier in diesem Thread, mit uns zu teilen.
Mit solchen umfangreichen Threads, lassen sich dann sehr schön informative Rubriken für „Alles über dem Glücksbambus“ zusammenstellen, wo dann die Quintessenz nachgelesen werden kann. Der Beitrag wird aber erst gemacht, wenn bei mir der Estrich drinnen ist!
Vielleicht sollte man diesen Thread aber auch über ein ganzes Jahr pflegen, damit wirklich jeder auf die Besonderheiten der Jahreszeiten aufmerksam wird.
Das ist jetzt auch der Beweggrund, warum ich hier damit anfangen möchte. Man liest ja eigentlich nur, dass man seine Pflanzen im Winter sparsamer gießen sollte. Als Laie, so wie ich, schenkt man dem dann meistens Glauben.
Ich merke es aber schon den ganzen Winter, dass meine Pflanzen im Winter eigentlich fast mehr Wasser benötigen, als im Sommer. Aber nicht alle, die in der Garage stehen und einen Winterschlaf halten, kommen wirklich mit einem Bruchteil des Sommerbedarfs aus. Eigentlich meine ich damit auch die Zimmerpflanzen, die in warmen, geheizten Räumen stehen (so wie unser Glücksbambus)!
Überhaupt die letzten Tage sind mir einige Pflanzen fast verdurstet. Bei uns im schönen „Upper Austria“ hat es schon seit einigen Tagen (Nächten) so zwischen -20° und -30°. Das hat es auch schon länger nicht mehr gegeben! Brrr..
Zum Glück war diese Tage keine Reise angesagt, dass hätte wohl viele meiner Lieblinge in Jenseits befördert!
Die Luftfeuchtigkeit ist bei diesen Temperaturen auch auf einem „Low“. Und vor allem die antiquierte Radiatorenheizung unter den Fensterbänken läuft auf Hochtouren. (Zum Glück ist dieses Jahr das Heizöl überhaupt nicht teuer ).
Wenn man dann seine Pflanzen noch auf diesen Fensterbänken platziert hat, weil man ja verständlicherweise das Maximum an Licht für seine Lieblinge herausholen will, dann kann man sich leicht auf dem Weg zum „gießtechnischem Super-GAU“ befinden.
Ich habe meine Lieblinge zuletzt vor zwei Tagen üppig gegossen (nicht zuletzt aus der Vorahnung der, vorher genannten, Gründe). Im Sommer reicht das leicht für 1-3 Wochen. Als ich heute zufällig einen Blick auf Einige geworfen habe, habe ich schon verdorrte Blätter entdeckt (es waren keine Glücksbambusse dabei!). Vor allem die Pflanzen in eher kleinern Terrakottatöpfen waren stark betroffen. Das liegt wohl an der geringen Wasserspeicherfähigkeit der geringen Substratmenge.
Ich kann jedem empfehlen seine „Fensterbankpflanzen“ bei starken Minustemperaturen genau zu beobachten, das ist für die Pflanzen sicher schlimmer als der heißeste Sommertag!
Vor allem wenn man eine Radiatorenheizung aus der „Kreidezeit“ hat, so wie ich!
Positiv an dieser Geschichte ist sicher, dass die extrem trockene Heizungsluft durch das vermehrte Gießen ein wenig „feuchter“ gemacht wird und dadurch das Risiko für Schnupfen und Husten ein wenig gesenkt wird!  |
|
| Nach oben |
|
 |
SeeleSeele Moderator


Anmeldungsdatum: 22.11.2004 Beiträge: 76 Wohnort: LA
|
Verfasst am: Donnerstag, 03. März, 2005 0:47 Titel: |
|
|
Zum Gießen fällt mir grade nicht sonderlich viel ein, aber zur trockenen Heizungsluft hätte ich einen Tipp. Ich habe bspw. auf meinen pflanzenbestückten Fensterbänken immer ein paar Schälchen mit Wasser stehen oder in Untersetzern etwas Hydrogranulat, welches feucht gehalten wird. Auch mein Nebler, der nicht nur ein angenemes Geräusch und hübsche Farben macht, leistet gute Dienste um die Luftfeuchtigkeit etwas zu erhöhen.  _________________ Gruß, Seele
_________________ |
|
| Nach oben |
|
 |
inkaria Moderator


Anmeldungsdatum: 17.01.2005 Beiträge: 125 Wohnort: Oberpfalz/Bayern
|
Verfasst am: Donnerstag, 03. März, 2005 8:13 Titel: |
|
|
Hallo,
also, Gießen ist immer so eine Sache. Im Winter ists halt so, dass durch trockene Heizungsluft mehr Wasser verdunstet wird-aber nicht unbedingt von der Pflanze, sondern einfach durch die trockene Luft. Deshalb halt ich es wie SeeleSeele: Untersetzer/Joghurtbecher o.ä. auf die Fensterbank, oder auch einen weiten und großen Übertopf nehmen, unten feuchte Hydrokugeln rein und dann erst Blumentopf drauf, um eine Art "Mikroklima" zu schaffen. Bei Gießen muss man dann halt aufpassen, dass das Wasser im Übertopf nicht soweit steigt, dass der eigentliche Blumentopf im Wasser steht.
Der Bedarf der Pflanze im Winter ist niedriger, sofern sie ihr Wachstum einstellt. Wächst sie normal weiter, weil sie z.B. Zusatzbeleuchtung erhält, ist der Bedarf genauso hoch wie im Sommer (meiner Erfahrung nach).
Wenn es nun hier ums Gießen gehen soll, muss man eigentlich auch schon bei Substrat und "Eintopfgewohnheiten" anfangen. Ich hab in jedem Blumentopf unten eine Drainage aus z.B. Kies, Tonscherben, Hydro, damit das Wasser gut ablaufen kann und die Pflanze nicht konstant im Wasser steht. Das verhindert Staunässe, die die wenigsten Pflanzen abkönnen (Ausnahme natürlich Zypergras u.ä.) .
Und zum Gießen an sich: Ich mach immer "Daumenprobe", sprich Finger in die Erde, schauen, ob es noch feucht ist, falls nein: Gießen.
Und dabei wird differenziert zwischen den Pflanzenarten und Pfalnzenherkunft.
Also: Sukkulenten (Kakteen u.ä.) werden gegossen, wenn ich den Finger mgls. ganz in die Erde stecke und nichts mehr feucht ist.
Musas werden gegossen, wenn ich auf ca. 1,5 cm Tiefe keine Nässe mehr spüre.
Und Last but not least zum wichtigsten Punkt für dieses Forum:Die Luckies werden gegossen, wenn ca. 2-3cm des Substrats angetrocknet sind.
Für die Luckies, die in Glasgefäßen stehen, mach ich es so: Gießen, wenn die Wurzeln sichtbar nicht mehr im Wasser stehen.
/edit: Ich sollte vielleicht dazu sagen, dass ich die GBs, die in Glasgefäßen stehen, auch in Hydro und/oder Erde habe. Bei reiner Wasserhaltung funktioniert das mit dem "sichtbar nicht mehr im Wasser" natürlich nicht!
So, wieder mal viiiel geredet- ich sollte lernen, mich kürzer zu fasen ...
Liebe Grüße an alle, die sich den Haufen Text bis hierher reingezogen haben ,
inkaria |
|
| Nach oben |
|
 |
|