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Entweder man will es
einfach nur ausprobieren oder aber es muss sein, wenn z.B. der
Glücksbambus gelbe Stellen bekommt: Das Zerteilen des Glücksbambus.
Dies ist – entgegen der meistens gemachten Angabe von Verkäufern von
Glücksbambussen – durchaus möglich. Auch ein Abtrennen von Trieben
gelingt meist ohne Probleme.
Dabei gilt es jedoch, einige Sachen zu
beachten:
1.
Das Werkzeug (ich benutze meist eine Gartenschere oder ein
Teppichmesser) muss sauber und desinfiziert sein.
2.
Der Schnitt sollte glatt und gerade ausgeführt sein; also keine
„ausgefransten“ Stellen aufweisen. Bei der Triebabtrennung sollte
der Schnitt gerade möglichst nah am Stamm ausgeführt werden.
3.
Die Wunden evtl. desinfizieren. Das geht mit Holzkohlepulver, 1%-iger
Chinosollösung, 3%-iger
Wasserstoffperoxidlösung oder auch gemahlenen Zimt. H2O2 und Zimt
habe ich persönlich allerdings noch nicht ausprobiert, während meine
Erfahrungen mit Holzkohle (billig, meist zur Hand und ungefährlich)
äußerst gut sind. Auch mit Chinosol hatte ich bislang noch keine
Probleme, ist aber relativ teuer und nicht in jedem Haushalt
griffbereit.
4.
Die Schnittstellen einige Stunden antrocknen lassen.
5.
Die Wunden am Stamm bzw. die nach oben offenen Wunden verschließen.
Das ist zwar nicht zwingend notwendig, ich mache es
sicherheitshalber aber meistens. Als Verschluss verwende ich am
liebsten Baumwachs. Auch weiches, nicht zu heißes Kerzenwachs soll –
wie im Forum oder unter „Glücksbambus wird am Stamm gelb“ erwähnt –
gehen. Von Wundverschlusspaste ist abzuraten. Diese enthält
anscheinend einen Inhaltsstoff, den der Glücksbambus nicht verträgt.
Und das war’s auch schon, jetzt folgt die
Bewurzelung der Stammstücke oder der abgetrennten Triebe. Diese ist
auf zwei Arten möglich:
1.
in Wasser
Das Stammstück oder
der Trieb wird einfach in ein Glas Wasser gestellt. Um Fäulnis
vorzubeugen, gebe ich immer noch ein Stück Holzkohle mit ins Wasser.
Und dann ab mit dem Lucky an einen warmen, einigermaßen hellen aber
nicht vollsonnigen Standort.
2.
in Substrat
Bei der Bewurzelung
in Substrat sollte man unbedingt nährstoffarmes Substrat (z.B.
Kokosfasern, Sand, Seramis o.ä.) nehmen, KEINE normale Blumenerde.
Die Wurzeln entwickeln sich besser, wenn sie sich erst auf
„Nahrungssuche“ begeben müssen. Normale Blumenerde ist zu stark
vorgedüngt, und die Pflanze ist deswegen nicht gezwungen, die
Wurzeln weit auszuweiten, da sie die erforderliche Nährstoffe ja
„vor der Haustür“ findet. Deshalb sollte man auch nicht düngen, bis
ausreichend Wurzeln gebildet wurden. Persönlich verwende ich
Kokosfasersubstrat, welches ich mit Perlite und Sand durchlässiger
gemacht habe.
Auch hier gilt: Dann
an einen warmen, hellen (aber nicht vollsonnigen) Standort. Das
Substrat sollte in der Folgezeit leicht feucht, aber nicht nass
gehalten werden. Bei zu nassem Substrat kann es leicht zu Fäulnis
kommen. Bei einer Bodenwärme von 20°-25° sollte die Bewurzelung
kein Problem sein.
Ganz ideal wäre es, in der Anfangszeit die
Verdunstung über die Blätter gering zu halten, da der Glücksbambus
aufgrund der fehlenden Wurzeln nicht allzu viel Wasser aufnehmen
kann. Die Verdunstung kann man durch eine Art „Mini-Treibhaus“
reduzieren. Dazu einfach eine Plastikflasche abschneiden und über
den Topf stülpen. Oder eine Tüte über den Topf geben. Bei der
„Tüten-Variante“ sollte man auspassen, dass die Blätter nicht an der
Tüte anliegen, da durch das Kondenswasser Fäulnis entstehen könnte.
Ich stecke deshalb immer vier „echte“ Bambusstäbe an den Topfrand,
auf denen die Tüte dann aufliegt. Jetzt noch täglich ein- bis
zweimal lüften….und dann wird es mit den Wurzeln nicht lange dauern!
Dieser Beitrag wurde von unserem Mitglied
Inkaria verfasst!
Vielen Dank für Deine Mitarbeit! |